Aquarium of the Pacific, Long Beach, Kalifornien (USA)

Spektakuläre biomorphe Fassade mit Zwischenlagen aus - SentryGlas® Ionoplastfolien − ein ästhetischer Blickfang mit zuverlässiger Beständigkeit gegenüber küstentypischen Umgebungsbedingungen


Der am 24. Mai 2019 eröffnete neue Flügel des „Aquarium of the Pacific“ in Long Beach, Kalifornien, ist mit einer spektakulär facettenreichen Fassade ausgestattet, die mit intelligent eingesetzten Dreifachverbundsicherheitsgläsern mit Zwischenlagen aus SentryGlas® Ionoplast von Trosifol an einen Wal erinnert.

Der 2.694 m2 große zweistöckige nachhaltige Bau, für dessen Entwurf das Architekturbüro EHDD, San Francisco, verantwortlich zeichnet, wird von einer Glasfassade mit einer Fläche von 1.672 m2 vollständig umhüllt. Obwohl alle Tafeln den gleichen blauen Farbton aufweisen, ergibt sich durch die unterschiedlichen Lichteinfallwinkel eine faszinierende, abstrakte Wirkung, die dank der gekonnt dramatischen Beleuchtung selbst nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar bleibt. Katherine Miller, Senior Associate bei EHDD, erläutert: „Die biomorphe Gestalt des Baus weist Bezüge zum gesamten Spektrum der Meeresbewohner auf – von mikroskopisch klein bis riesengroß − und soll so unterschiedliche Interpretationen zulassen. Die Glasfläche soll an den Ozean erinnern. In den ersten Stadien des Designs beschlossen wir, dass die Oberfläche drei Eigenschaften in sich tragen sollte: Tiefe, Variabilität und Leuchtkraft. Da der Bau in erster Linie als Theater dient, war der Lichteinfall durch die Fassade auszuschließen. Zunächst erwogen wir den Einsatz von opaken Werkstoffen wie Aluminium, Edelstahl oder Tafeln aus faserverstärktem Kunststoff, doch mit diesen ließ sich die von uns angestrebte Lebendigkeit nicht erzielen.“

Die Fassade, die auch als belüftete Wetterhaut des Baus dient, besteht aus 839 entspiegelten Glastafeln, deren unterschiedliche Größen und Formen ganz auf die geschwungene Linie des Gebäudes abgestimmt sind. Für den Schichtaufbau wurde 6 mm starkes, thermisch gehärtetes Ätzglas verwendet – kombiniert mit 1,52 mm dicken SentryGlas® Ionoplastfolien, blau getöntem thermisch gehärtetem Glas, einer weiteren Lage SentryGlas® in 1,52 mm Dicke und 6 mm Sicherheitsglas, das auf der sechsten Oberfläche mit einem keramischen Trübungsmittel beschichtet ist.

Miller führt aus: „Die innerste Glasscheibe enthält eine Spiegelbeschichtung, die Leuchtkraft und Variabilität erzeugt. Sie sorgt für eine subtile Reflexion des Himmels und der Umgebung, wodurch sich zwischen den Tafeln leichte Farbverschiebungen ergeben. Angesichts dieser Farbvariationen herrscht allgemeines Erstaunen, wenn man erfährt, dass alle Glastafeln gleich aufgebaut sind. Die blaue Farbe des Ozeans wurde durch eine Mittelscheibe aus blau getöntem Glas erzeugt. Die äußere Lage besteht aus eisenarmem Glas, das auf der ersten Oberfläche mit Säure geätzt wurde, um die Reflektivität der innersten Glasschicht zu verringern. Wir verwendeten eisenarmes Glas anstelle von herkömmlichem Klarglas, um den Blauton der Mittelscheibe nicht abzuschwächen. Die äußerste Scheibe aus eisenarmem Glas war nötig, um einen Zwischenraum von ca. 6 mm zwischen der blauen Farbe und der Ätzglasfläche zu erzeugen. In Verbindung mit der Spiegelbeschichtung erzeugt dies einen Eindruck von Tiefe.“

Trent Zinn, Projektmanager bei Woodbridge Glass, dem beauftragten Verglasungsunternehmen: „Jede Einzelne der in sich einmaligen trapezoiden Tafeln wurde direkt nach einem 3-D-Modell gefertigt. Keine Einzige wurde vor Ort vermessen. Für SentryGlas® entschied sich das Design-Team wegen seiner strukturellen Eigenschaft und insbesondere wegen seiner hervorragenden Kantenstabilität, da alle Fugen zwischen den Tafeln beständig den Einflüssen der Elemente ausgesetzt sind. Bei Glasbauprojekten verwende ich ausschließlich SentryGlas® von Trosifol, denn seine Steifigkeit und Beständigkeit hilft uns sehr in der Berechnungsphase bei der Überprüfung der Entwurfszeichnungen.“

Bernard Lax, Gründer und Geschäftsführer von Pulp Studio, dem Laminier-Unternehmen des Projekts, beschreibt den Fertigungsprozess als eine „Übung in Frustration“. Hunderte von in sich einmaligen Glastafeln mit jeweils höchst speziellen Behandlungen herzustellen, sei eine Aufgabe, die an Komplexität kaum zu überbieten ist. „Insgesamt waren es über 800 Tafeln, von denen jede aus drei verschiedenen Teilstücken zusammengesetzt wurde. Dabei gab es keine zwei Tafeln mit der gleichen Form”, erklärt er. „Wir mussten jede Tafel einzeln herstellen, lagern und zusammenpassen. Danach mussten wir sie streng voneinander trennen und eine nach der anderen katalogisieren, sodass sie für die Verbundherstellung zusammengebracht werden konnten. Logistisch gesehen war es ein Albtraum. Auch spezielle Systeme für die Verarbeitung, das Polieren und die Ausrichtung der Tafeln waren nötig. Ich denke, das Projekt-Team ist zu uns gekommen, weil es nur sehr wenige Firmen gibt, die so einen Auftrag übernehmen würden. Manche Firmen laufen vor ‚Feuer‘ weg, aber wir laufen darauf zu! Wir suchen Lösungen für architektonische Herausforderungen, und wir lassen uns hundertprozentig darauf ein! Viele andere Unternehmen würden die damit verbundenen Risiken scheuen, aber wir wachsen mit unseren Lösungen.“

Lax lobt das Pulp-Team in den höchsten Tönen: „Die Mitarbeiter von Pulp haben den Erfolg des Projekts ganz entscheidend mitgeprägt. Die drei Glasstücke mussten jeweils vorab poliert werden, und bei der Kantenausrichtung waren engste Toleranzen einzuhalten. In der Tat waren diese Toleranzen noch enger als die in den Industrienormen geforderten. Die fertigen Glasteile waren wunderschön, und ihre Qualität war von kritischer Bedeutung für den Erfolg des gesamten Projekts.“

Miller bemerkt abschließend: „Während der Designphasen berieten wir uns mit Kuraray im Hinblick auf maximal mögliche Abmessungen, Kantenstabilität und Wärmebeständigkeit. Die Wärmebeständigkeit war wichtig, denn das Glas ist dunkelblau und opak und es kann im Sommer innerhalb der Glaskonstruktion sehr heiß werden. Für uns ist SentryGlas® inzwischen der Standard in Brüstungsanwendungen, und wir erwägen auch, Einscheibensicherheitsglas durch Verbundsicherheitsglas zu ersetzen, um Verformungen wie Welligkeit und Vorspannmuster zu vermeiden.“

Das Erscheinungsbild dieses Gebäudes hält jedem Vergleich stand − ein wunderschönes Bauwerk. Es zeigt wieder einmal die herausragenden Eigenschaften von SentryGlas® als unverzichtbares funktionales und ästhetisches Element in künstlerisch anspruchsvollen Bauprojekten. Vom höchsten Gebäude bis zum auffällig gestalteten zweistöckigen Bau − das Spektrum der Fähigkeiten beweist sich stets auf Neue in unglaublicher Breite und Tiefe. Mit der Einführung von SentryGlas® Xtra™ Ionoplastfolien wird die Palette der Anwendungsmöglichkeiten noch umfangreicher.

Trosifol ist der weltweit führende Anbieter von PVB- und Ionoplast-Zwischenschichten für Verbundsicherheitsglas im Architektursegment. Mit dem breitesten Produktportfolio weltweit bietet Trosifol herausragende Lösungen:

  • Strukturell: Trosifol® Extra Stiff (ES) PVB- und SentryGlas® Ionoplastfolien
  • Akustik: Trosifol® SC Monolayer und Multilayer PVB-Folien zur Schalldämmung
  • Trosifol® UV-Kontrolle PVB-Folie: Vom kompletten UV-Schutz bis zur natürlichen UV-Transmission
  • Trosifol® UltraClear PVB-Folie: niedrigster Gelbwert in der Industrie
  • Dekorativ & Design: Schwarz-Weiß-, Farb- oder bedruckbare Zwischenlagen


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